Flora & Fauna
Zandvoort grenzt im Westen an den Strand und die Nordsee, im Norden und Osten an den Nationalpark Zuid Kennemerland und im Süden an die Amsterdamer Wasserleitungsdünen (Amsterdamse Waterleidingduinen). Dies alles macht Zandvoort für Naturliebhaber zum Paradies.
Der Nationalpark Zuid Kennemerland Der Nationalpark wurde 1995 offiziell eingeführt und ist einer von zwanzig Nationalparks in den Niederlanden. Wie alle anderen Nationalparks ist auch Zuid-Kennemerland Teil der ökologischen Hauptstruktur, dies ist in unserem Land ein Netzwerk mit zusammenhängenden Naturgebieten. Die Nationalparks ermöglichen, dass schöne Stücke der Natur erhalten bleiben und sich weiter entwickeln können. Es sind herrliche Plätze für Information und Aufklärung und für naturgerichtete Erholung. In den Parks findet auch Untersuchung statt. Die Nationalparks sind die Visitenkarten der niederländischen Natur!
Der Nationalpark Zuid-Kennemerland liegt mitten im westlichen Ballungsraum der Niederlande. Jährlich finden hier zwei Millionen Besucher Ruhe und Entspannung. Vor allem aus der näheren Umgebung kommen Menschen zu ihrer ‘Düne’ für Aktivitäten wie wandern, Rad fahren, reiten und schwimmen. Das große, 3800 Hektar große Dünengebiet kennzeichnet sich durch junge, kalkreiche Dünen mit dazugehörender seltener Flora und Fauna. Außerdem gibt es breite Strände, schöne Innendünenwäldern und Marschland. Die natürliche Landschaft bildet einen spannenden Kontrast mit Landgütern und anderen kulturhistorischen Elementen, wie Bunker und die Seedörferlandschaft. Ursprünglich besteht dieses Gebiet aus feuchten Dünentälern. Durch die Gewinnung von Grundwasser, im 20. Jahrhundert, sind viele der Täler ausgetrocknet und hat das Artenreichtum abgenommen. 2003 wurde mit der Wassergewinnung gestoppt. Seitdem tritt wieder eine Wiedervernässung auf. Feuchte Dünentäler erholen sich und viele besondere Vegetationsarten kommen zurück. Auch Verwaltungsmaßnahmen wie Beweidung durch Tiere, Dünen abgraben und neu zuspritzen lassen, richten sich auf die Regeneration der Artenvariation.
Die meistens Gebiete im Nationalpark sind auf Wegen und Pfaden, zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang frei zugänglich. Rad fahren ist auf den Radwegen erlaubt. Reiter dürfen die Reiterpfade benutzen. Hunde sind in einigen Gebieten des Nationalparkes willkommen. Nicht erlaubt ist, Beschädigung der Natur, Tiere stören oder beunruhigen, sich außerhalb der Wege und Pfade aufhalten (außer auf Spielplätzen), Zelte oder Windschirme aufstellen, grillen und offenes Feuer.
Im Nationalpark helfen große Weidetiere die Landschaft offen zu halten. Eintrittskosten gelten nur für das Freilufttheater Caprera und das Landgut Elswout. Parkplatztarife gelten für alle Eingänge zu den Kennemerduinen .
Der Nationalpark Zuid-Kennemerland ist eine Gruppierung von PWN Wasser Nord-Holland, Vereinigung Naturdenkmähler, Staatliche Forstverwaltung, IVN, Provinz Nord-Holland und den Gemeinden Bloemendaal, Zandvoort, Haarlem und Velsen. Die Zusammenarbeit richtet sich auf die Naturverwaltung, naturgerichtete Erholung, Untersuchung, Information und Aufklärung.
Dünenzentrum De Zandwaaier Mitten im Nationalpark Zuid-Kennemerland liegt Dünenzentrum De Zandwaaier. Hier kann jeder Naturliebhaber Informationen über das Dünen- und Waldgebiet und die prächtigen Landgüter bekommen. Das NPZK organisiert, in Zusammenarbeit mit dem Zentrum, zahlreiche Aktivitäten und Ausflüge im Freien. Auch drinnen gibt es viele Möglichkeiten um die Natur kennen zu lernen.
Wie kommen Sie dahin? Dünenzentrum De Zandwaaier liegt am Zeeweg, schräg gegenüber dem Eingang Koevlak (Kennemerduinen/’t Wed).
Besucheradresse Für Navigationssystem und OV- Routeplaner: In der Höhe von Zeeweg 12 bis 14, 2051 EC Overveen
Die Amsterdamer Wasserleitungsdünen (Amsterdamse Waterleidingduinen) In diesem prächtig kultiviertem Naturgebiet können Sie von der Natur, Ruhe und der Weite genießen und Sie dürfen auch von den Pfaden und Wegen abweichen. Die variierte Landschaft besitzt eine einzigartige Sammlung von Tieren und Pflanzen. Hier wachsen Pflanzenarten die in den Niederlanden fast nirgendwo vorkommen. Darüber hinaus wachsen in diesem Gebiet die meisten niederländischen Pilzsorten: mehr als 1000 verschiedene Sorten.
Hier leben verschiedene Tierarten: Nagetiere wie Kaninchen, aber auch Marderarten. Seit 1980 ist auch der Fuchs erfolgreich eingezogen. Mit mehr als hundert verschiedenen Arten sind auch die Vögel gut vertreten. In den alten Bunkern aus dem zweiten Weltkrieg verstecken sich tagsüber die Fledermäuse. In diesem Gebiet laufen auch viele Rehe und Damhirsche herum die sich abends bis ins Wohngebiet von Zandvoort wagen. Sehr schön und beeindruckend.
Zugang Der Zugang ist nicht gratis, bei den vier Haupteingängen müssen Sie fürs Parken bezahlen. Um Zugang zum AWD zu bekommen bezahlen Sie € 1,- p.P. für das Wassernetz. Sie finden die Automaten bei jedem Eingang. Förster können nach Ihrer Eintrittskarte fragen.
Besucherzentrum De Oranjekom Im Besucherzentrum ‘De Oranjekom’ können Sie Informationen über die Amsterdamse Waterleidingduinen und über das Wassernetz-Werk bekommen. Regelmäßig werden Aktivitäten und Ausflüge organisiert. Das Besucherzentrum ist kürzlich in die alte Pumpstation an der Oranjekom umgezogen. Dieses charakteristische Gebäude wurde 1931 gebaut. Das erneuerte Besucherzentrum ist über den Eingang De Oase der Amsterdamse Waterleidingduinen zu erreichen: ab dem Eingang der ganzen Wanderstrecke folgen.
Adresse 1e Leyweg 6 2114 BH Vogelenzang Telefon: 020 608 75 95 Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag: 10:00 - 17:00 Uhr. Montag geschlossen.
Aktivitäten Wassernetz (Waternet) organisiert das ganze Jahr Aktivitäten in den Amsterdamse Waterleidingduinen. So können Sie zum Beispiel mit auf einen Ausflug zu den Fledermäusen, mit Führern eine frühe Vogelwanderung machen, mit dem Förster eine Radtour oder Vogelgeräusche erkennen lernen.
Selbstverständlich können Sie auch selbst durch die Natur streunen. Ab jedem Haupteingang können Sie zwei Wanderrouten folgen. Diese sind mit grünen, gelben oder blauen Pfählen markiert. Diese Routen sind nicht für Kinderwagen oder Invalidenwagen geeignet und Hunde sind nicht erlaubt.
Die Nordsee: geschützte Natur Die Nordsee ist ein besonderes Gebiet mit einem großen Reichtum an Fischarten und Produktivität. Menschen machen intensiv Gebrauch vom Meer, unter anderem durch Schifffahrt, Fischerei und Sandgewinnung. Und es kommen immer wieder neue Aktivitäten dazu. Durch diesen intensiven Gebrauch ist die Nordsee nicht mehr so wie sie früher war, voller Fisch, mit einem variierten Boden und voller Seeleben. Jedoch gibt es noch immer Gebiete die sich durch ein reiches Bodenleben oder andere Naturwerte kennzeichnen. Ein guter Schutz dieser Gebiete hilft beim Schutz des Lebens im Meer. Ein gesundes Ökosystem kann sich besser gegen negative Einflüsse, wie Verschmutzung und Klimaveränderung wehren.
Sauber fischen Die Nordsee ist schon immer ein Meer in dem viel gefischt wird. Vor dem zweiten Weltkrieg blieben die Fischer mit ihren Schiffen dicht an der Küste, weil die Fänge gut waren. Aber mit den immer größer werdenden Schiffen, dem schwerer werdenden Fischereigerät und der Spezialisierung der Fischer um bestimmte Fischsorten zu fangen, haben die Probleme im Meer zugenommen. In der ganzen Nordsee stehen die Fischbestände unter Druck. Die ‘Beifänge’ sind enorm und der Schaden durch das Fischereigerät an den Tieren die auf dem Meeresboden leben ist groß. Um in Zukunft noch frischen Fisch aus der Nordsee essen zu können muss die Zeit gewendet werden!
Sauber fahren Die Nordsee ist eines der meist befahrenen Meere der Welt. Schiffe besuchen die niederländischen Häfen oder fahren wegen einer anderen Bestimmung über die Nordsee. Für die Niederlande ist die Schifffahrt ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Von allem Handel der von oder in die Niederlande transportiert wird (mehr als 450 Millionen Tonnen pro Jahr), geht circa 50% per Seeschiff. Weltweit werden sogar 90% aller Güter per Schiff befördert. Gleichzeitig hat die Schifffahrt auch negative Folgen, zum Beispiel Luftverschmutzung.
Platzmangel auf See Die Nordsee scheint leer, aber das ist sie nicht. Hier gibt es Fischerei, Schifffahrt, Offshore-Industrie, Sandgewinnung, Abwehr und Erholung. Und wegen des Platzmangels an Land wird für neue Aktivitäten schnell aufs Meer geschaut. Denken Sie zum Beispiel an die Windmühlenparks, die zweite Maasfläche (Tweede Maasvlakte), ein Flughafen auf dem Meer und an die CO2 Lagerung. Der Gebrauch des Platzes auf dem Meer geschieht sektoral. Dieser wird pro Aktivität oder Gebiet beurteilt.
Sie und das Meer Viele Niederländer genießen von der Nordsee. Ab und zu holen Sie einen Fisch beim Fischverkäufer, gehen einen Tag zum Strand um eine Wanderung an der frischen Luft zu machen oder um ihren bevorzugten Wassersport auszuüben. Sicher 89% der Niederländer sind der Meinung, dass die Nordsee in der niederländischen Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt. Doch hat die Nordsee das Imago eines grauen, langweiligen Meeres. Nichts ist weniger wahr! Unter dem Wasserspiegel der Nordsee befindet sich eine fantastische Welt voller Meeresleben, mit verschiedenen Delphinarten, Fischen, Schalentieren, Krabben, Krebsen und farbigen Anemonen.
Zandvoort an der Nordsee Auch Zandvoort ist lange Zeit vom Fischfang aus der Nordsee abhängig gewesen. Gegenwärtig ist es vom Tourismus abhängig. Den schönen Strand von Zandvoort möchte man darum auch so schön wie möglich halten. Arbeiten Sie hierbei auch mit?
Behinderte Für Behinderte ist das Dünenzentrum De Zandwaaier gut erreichbar und zugänglich. Durch den ganzen Nationalpark laufen Radwege, von denen hauptsächlich die asphaltierten oder betonierten Pfade für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Beim Dünenzentrum De Zandwaaier kann man verschiedene Karten kaufen auf denen die Zugänglichkeit für Behinderte deutlich angegeben wird. Siehe auch die Information unter Gebiete. |